www.FunWalk.de

Sehen.Fühlen.Erleben

Outdoorblog | Touren | Sehenswertes

Was ist FunWalk?

In meinen Beiträgen werden verschiedenste Wandertouren, Sehenswertes und andere Outdooraktivitäten vorgestellt. Die Faszination der Region soll den Menschen ins Bewusstsein getragen werden. Verbunden mit dieser Faszination ist hochkommen von der Couch angesagt! "Spaß an Bewegung" und aktiv: Sehen, fühlen und erleben.

Die Region

Follower meines Blogs bekommen vielfältige Einblicke in die Schönheit der Natur, das Leben und die Geschichte. Vorrangig spreche ich die Naheregion, den Saar-Hunsrück sowie deren näheres Umland an. Auch Touristen finden hier spannende Touren und sicherlich auch den ein oder anderen Geheimtipp.

Die neusten Blogs

Viele Weitblicke, tolle Sports und eine schöne Natur, dass alles verspricht, natürlich neben einem Stück „Heimat“ die gleichnamige Traumschleife in Gemünden. Die Schleife führt den Wanderer auf 10,6 Kilometern über sehr abwechslungsreiche Wege unter anderem durch die Wälder, über die Weiden und quer durch verschiedene Felsformationen. Start ist am Bürgerhaus in der „Raiffeisenstraße 6a“, 55490 Gemünden.

 

Die Traumschleife

Am Wanderparkplatz angekommen steht man direkt vor dem Eingangsportal. Ein kurzer Weg führt entlang am „Simmerbach“, anschließend geht es ein kleines Stück durch Gemünden bis man in der „Peter-Meyer-Straße“ ins Grüne wandert. Durch eine kleine Schlucht wandert man umgeben von Büschen und Bäumen, leicht bergauf, entlang eines Baches. Oben angekommen überquert man am Sportplatz noch einmal die Straße, nach einem kurzen Stück „Waldweg“ führen schmale Pfade durch den Nadelwald nach oben in Richtung Burgruine „Koppenstein“.

Aus dem Tannenwald heraus geht es vorbei an einem kleinen Rastplatz über einen geschotterten Waldweg in Richtung Ruine. Ab Kilometer 3 hat man es dann geschafft und die größten Steigungen der Traumschleife hinter sich gelassen. Je näher man zur Ruine kommt, je mehr märkt man das die Umgebung um einen herum immer steiniger wird. Wenige Meter bevor man den Bergfried erreicht bietet sich noch einmal die Möglichkeit für einen ausgiebigen Rast am ehemaligen Brunnen. Von dort aus zu sehen ist schon der Fried, zahlreiche Bänke und Picknicktische laden mitten in der Natur zum Verweilen ein.

Von hier aus sind es nur wenige Schritte bis man den 16 Meter hohen Bergfried erreicht. Dieser kann über eine Stahltreppe bestiegen werden. Oben auf der Plattform angekommen wird eine schöne Rundumaussicht versprochen. Von der Ruine aus geht es stehts Berg abwärts. Zuerst durch schöne Felsformationen die sich in der Nähe der Ruine befinden, dann über schmale Pfade durch den Wald.

Am Ende des Waldpfades biegen wir links ab und wandern ein gutes Stück geradeaus oberhalb es Steinbruches „Henau“ entlang. Jetzt bemerkt man schon das alles um einen herum Schritt für Schritt wieder steiniger wird bis wir letztlich kurz vor dem „Aussichtspunkt Steinbruch“ durch ein richtiges Steinmeer wandern. Der Aussichtspunkt bietet einen super Fernblick und lädt mit seiner Relaxliege zu einer Rast ein.

ACHTUNG: „Der nächste Kilometer hat es in sich!“

Vom Aussichtspunkt aus schlängelt sich der Weg durch das Steinmeer teilweise steil nach unten. Ab diesem Punkt sind gute Wanderschuhe und Trittsicherheit die absolute Voraussetzung um dieses Teilstück sicher begehen zu können. Kleine Bäumchen am Wegesrand können zwar zum manchmal zum festhalten genutzt werden, dennoch ist das Geröll teilweise lose oder man muss größere „Brocken“ überwinden. Von der Natur um einen herum in Kombination mit den Felsen wird einem eine märchenhafte Welt geboten. Das letzte Teilstück führt den Berg hinunter bis zu „Aussichtskanzel Steinbruch Gehlweiler“. Das schwierige Wegstück ist nun geschafft.

An der Kanzel stehen Bänke für eine kurze Verschnaufspause zur Verfügung. Ab dann geht es gerade aus über einen lockeren Waldweg bis dieser sich auf den Wiesen oberhalb des Sägewerks bei Gehlweiler lichtet. Kurz über dass Feld, dann geht es noch einmal eine kleine Passage bergab durch ein Wäldchen, dann liegt der Ort „Gehlweiler“ auch schon in Sicht. Quasi geradeaus wandert man über schöne Feldwege, umgeben von großen Wiesen“ in Richtung Gehlweiler.

Nun geht es circa 500 Meter quer durch den Ort. Ein 360° Plakat und mehrere Tafeln an den Häusern zeigen wie der Ort im Jahre 2012 als Drehort für die Filmreihe „Heimat“ von Edgar Reitz verändert wurde. Kaum vorstellbar das es dort vor einigen Jahren wie Mitte des 19. Jahrhunderts ausgesehen hat.

Nachdem Gehlweiler passiert wurde wandert man die letzten 2 Kilometer zurück zum Wanderparkplatz fast ausschließlich über Wiesen und Felder. Kurz nach Gehlweiler führt die Traumschleife ein kurzes Stück entlang des „Geologischen Hunsrück-Lehrpfades“ nochmals etwas steiler den Berg hinauf. Oben angekommen zeigt sich Gemünden mit seinem Schloss schon zum greifen nahe. Eine Stahltreppe führt uns einen kleinen Hang hinunter zur „Kaisergrube“, der Weg führt auf Feldwegen, abseits der Hauptstraße, zwischen den Wohnhäusern hindurch zurück bis zum Ufer des „Simmerbachs“ wo sich unmittelbar der Wanderparkplatz befindet.

 

Fazit

Die Traumschleife habe ich als wirklich sehr abwechselungsreich kennen gelernt. Vom Wald geht es zur Weide, von der Weide über den Felsen, wieder durch ein Wäldchen… Das hat meiner Meinung nach einen besonderen Scharme den diese Schleife verbreiten und zeigt auch das unsere „Heimat“ nicht nur ein, sondern viele Gesichter hat. Highlight war für mich der Ausblick von der Burgruine und der Abstieg durch das Felsenmeer.

 

An dieser Stelle nochmals betont, dass dieser Abstieg mit nicht geeignetem Schuhwerk keinesfalls zu empfehlen ist. Ebenso würde ich den Weg auch nicht für nicht trittsichere Menschen, Kinder oder Wanderungen mit dem Hund empfehlen, da es einfach zu viele lose Steine und Löcher gibt wo bei unachtsam schnell etwas passieren kann. Trotz meiner Warnung der Schwierigkeit fand ich gerade während dieses Teilstücks die Umgebung um mich wirklich zauberhaft. Die Felsen in Kombination mit Moosen und Kiefern, für mich direkt etwas Urlaubsflair.

 

Fakten

Streckenlänge: 10,6 Kilometer

Höhenmeter: 301 Meter

Schwierigkeit: mittelschwer

Mein persönliches Voting: 4,3 von 5 Sternen

Start und Ziel: DG: Breitengrad 49.89411009251113, Längengrad 7.478203074741292– GMS: Breitengrad N 49° 53' 38.796'', Längengrad O 7° 28' 41.531''

 

weiterführende Links

https://www.saar-hunsrueck-steig.de/