Mit ihrem alten Gemäuer und einem fantastischen Rundblick in das Kirner Land punktet die „Kyrburg“. Diese liegt oberhalb der Stadt Kirn auf einem kleinen Hügel. Eine Zufahrt ist direkt bis zum Parkplatz direkt vor der Burgruine über die Straße „Auf der Schanze“ in 55606 Kirn möglich. Dieser folgt man, von der Stadt herkommend für circa 250m, dann geht es links über einen asphaltierten Weg hoch zur Ruine, die Abbiegung ist auch entsprechend ausgeschildert. Auf dem Weg hoch zur Burg findet man auf der linken Seite auch noch die „Kirner Riesenbank“ einmal kurz anhalten und ein Foto auf der Bank machen ist immer eine gute Idee.
Geschichte
Erstmalig wird die „Kyrburg“ 1128 in einer des Grafen „Emich de Kirberc“ und seines Bruders „Gerlach“ erwähnt. Sie zählt als Hauptsitz der Wildgrafen und gilt bis heute als Wahrzeichen der Stadt Kirn.
Um das 13. Jahrhundert kam es zwischen den Wildgrafen und den Erzbischhöfen und Kurfürsten von Mainz und Trier zu Auseinandersetzungen, sodass das Anwesen 1242 im Rahmen eines Friedenschlusses von „Wildgraf Konrad“ dem Erzstift Mainz zum Lehen aufgetragen werden musste.
Weiter folgten immer wieder Familien- und Erbstreitigkeiten bei den „Wildgrafen“ was auch deren Ansehen und Stellung in der Gesellschaft gemindert hat. Im 15. und 16. Jahrhundert jedoch gewannen die „Wildgrafen“ wieder an Aufschwung durch die Einheiratung von rheingräfischen Erben.
Die „Kyrburg“ selbst ist von einem eher wechselnden Schicksal geplagt. Zuerst wurde sie von den Spaniern, dann von den Schweden und abschließend von kaiserlichen Truppen während des Dreißigjährigenkrieges besetzt. Nach Beschluss der französischen Reunionskammer folgten 1681 die Franzosen die die Burg für sich beansprucht haben, diese haben im Jahr 1689 die Befestigungen der Anlage erneuert. Im Jahre 1734, die Burg nach dem Frieden von „Rijswijk“, erneut unter französischer Besetzung, wurde die Veste entgültig gesprengt, das Veto des französischen Königs kam leider zu spät.
„Fürst Johann Dominik“ lies anschließend in den entstandenen Ruinen um 1764 ein zweistögiges Haus zur Unterbringung einer kleinen Militäreinheit errichten, hierin befindet sich heute das Restaurant auf der Kyrburg. Ab 1794 folgte die französische Revolution und die damit verbundene Eroberung des Naheraums. 1797 wurde das damalige Fürstentum „Salm-Kyrburg“ von den Franzosen als „neutral“ eingestuft, ein Jahr später allerdings der französischen Republik einverleibt.
Seit 1908 gehörte die „Kyrburg“ der fürstlichen Familie „Salm-Salm“, 1988 wurde sie offiziell von der Stadt „Kirn“ erworben.
Fazit
Die Kyrburg in Kirn ist immer einen Besuch wert, für Groß und Klein gibt es hier vieles zu erkundigen. Über mehrere Ebenen lässt sich die Ruine besteigen und bietet einen fantastischen Rundumblick in das Kirner Land. Die noch stehenden Grundmauern und Gebäudeteile lassen einen die Größe der damaligen Anlage erahnen. Zwischen den Mauern ist die Ruine fast überall mit Rasen bewachsen, was nebenher auch ein schönes Bild und einen ausgezeichneten Kontrast wiedergibt. Am Eingangsbereich informieren Tafeln über die damalige Anlage und deren Geschichte. Heute befinden sich auf der Burg das Standesamt der Stadt Kirn, in einem hierfür extra abgetrennten Raum sowie das Restaurant „Kyrburg“ und ein Whiskey-Museum. Kleiner Tipp: Burgruine besichtigen und im Anschluss lecker schlemmen gehen!
Fakten
Mein persönliches Voting (nur auf die Kyrburgruine bezogen): 4,1 von 5 Sternen
Koordinaten: Wanderparkplatz - DG: 49.78616047875775, Längengrad 7.452877657222716– GMS: Breitengrad N 49° 47' 10.178'', Längengrad O 7° 27' 10.359''
weiterführende Links
https://www.kyrburg.de/